Sparzava Wasserscheide Rhein - Inn
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Während Jahren verfolgte, suchte ich die Wasserscheide zwischen Schwarzem Meer und der Nordsee, also zwischen Rhein und Donau in den Bündner Bergen. Die meisten Wasserscheiden liegen in Geröllhalden und sind nicht genau definiert. So suchte ich nach einer eindeutigen, felsigen Kuppe. Dabei entdeckte ich den Dschimels am Albulapass. Zwei schwarze, unheimliche Riesen, wie Pyramiden. Dschinnis. An ihrem westlichen Ende liegt ein wunderschöner Steingletscher. Dahin, und an keinen anderen Ort wollte ich den Wasserscheide- Punkt setzen. Die Gemeinden Bergün und Samedan bewilligten meine Gesuche.
Die Masse der geschmiedeten Stahlplastik: 110 cm hoch, 80 x 80 cm Grundfläche und genau 4 Tonnen schwer.
Eingeschmiedet ist eine trichterförmige Vertiefung, die von zwei Seiten angebohrt ist. So teilt sich das Regenwasser das auf die Plastik fällt in zwei Teilmengen die in den Rhein und in den Inn fliessen. Also in die Nordsee und in das Schwarze Meer 1990: Der von der HELISWISS eingesetzte russische Grosshelikopter KAMOV befreite mich von meinen Transportproblemen. Zu Testzwecken in der Schweiz, konnte mit ihm der Transport ausgeführt werden.
Von Strassen und Wegen aus ist Sparzava nicht zu sehen. Es führt kein Passweg an ihm vorbei. Elmsfeuer wird er anziehen. Blitze werden Furchen brennen. Das Wasser wird er teilen. Bis die Korrosion SPARZAVA zu Rost aufgelöst und Frost und Eis die Wasserrillen erodiert haben. Für die Erde ist dieser Zeitraum ein kurzes Augenzwinkern.

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Text von Jürg Schoch

Panorama von Alex Zehnder